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Klaus Goeckler

MountCEO

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2000.de

Ökotourismus am Kamerunberg mit der
„Mount Cameroon Ecotourism Organisation“

... ist ein vom DED und der GTZ unterstütztes Projekt, das Wandertouren und andere touristische Dienstleistungen in der Gegend der Mount Cameroon, im Südwesten Kameruns, anbietet..

Das Projekt hat das Ziel, der lokalen Bevölkerung durch einen nachhaltigen Tourismus alternative Einnahmequellen anzubieten und damit zur Armutsminderung und zum Naturschutz beizutragen.

Deshalb werden die Besucher, die Touren Über die „Mount Cameroon Ecotourism Organisation“ buchen, z.B. von einheimischen Jägern, die zu „Guides“ ausgebildet wurden, über den Berg geführt....

... der Kamerunberg...

Der Mount Cameroon ist mit seinen 4095 m der höchste Berg West- und Zentralafrikas und ausserdem ein aktiver Vulkan.

Die gewaltige Energie des Mount Cameroon, der von der einheimischen Bevölkerung „Mount Fako“, Berg der Götter, genannt wird, hat sich zuletzt in den Ausbrűchen 1999 und 2000 gezeigt.

Die Region ist das einzige Gebiet Afrikas, in dem die natürliche Vegetation noch ununterbrochen von den Niederungen bis an den Gipfel existiert: an der Küste die Mangrovenwälder, in den mittleren Lagen die tropischen Regenwälder und in den höher gelegenen Bereichen die baumfreie Savanne. Eine Vielzahl von seltenen Pflanzen- und Tierarten wie Waldelefanten, Schimpansen, Drill-Affen, Antilopen; unzählige Vögel und Insekten finden hier ihren Lebensraum.

Die Mount Cameroon Region zählt zu den artenreichsten weltweit!

Aber auch unter historischen und kulturellen Gesichtspunkten ist die Gegend von besonderer Bedeutung:

Buea, die Hauptstadt der Südwestprovinz liegt auf ca. 1000 m Höhe - am Fusse des Berges - und war nicht zuletzt aufgrund des relativ kühlen Klimas Hauptsitz der deutschen Kolonialverwaltung. So sind  noch heute interessante zeitgeschichtliche Zeugnisse wie Kolonialbauten und ein deutscher Friedhof im Stadtbild Bueas zu finden. Trotz der langen Herrschaft unter den europäischen Kolonialmächten haben die Bakweris ihre Traditionen bewahren können. Die rituellen Tänze und Gesänge, besonders eindruckvoll darunter der Elefanten-Tanz, stellen ein wichtiges Potential für die touristische Entwicklung dar, für die sich lokale Initiativen mit Unterstützung des DED (Deutscher Entwicklungsdienst) und der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) engagieren.

...zur Entstehung des Projektes...

Das in Buea ansässige Mount Cameroon Project Buea (MCP), das in Kooperation mit der GTZ im Bereich des nachhaltigen Ressourcenmanagments tätig ist, hat 1998 die Initiierung der „Mount Cameroon Ecotourism Organisation“ (Mount-CEO) angeregt. Vorausgegangen waren zwei Workshops, auf denen mit potentiellen Interessensgruppen wie Gemeindeverwaltungen, Tourismus- und Umweltministerium, Hotelmanager, Jägervereinigungen, Dorfrepräsentanten sowie Nichtregierungsorgaisationen Ökotourismus als Instrument des nachhaltigen Wildlife-Managements und als Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung diskutiert wurde. Die Teilnehmer des Workshops entwickelten eine vorläufige Struktur, das sogen. „Follow-up-Committee“, das mit der Durchführung erster Aufgaben innerhalb des folgenden Jahres beauftragt wurde. Unter anderem war das Follow-up-Committee gemeinsam mit MCP verantwortlich für die Organisation eines Trainingsworkshops für Touristenführer.

Die positiven Resonanzen und Ergebnisse führten zur Gründung der Mount Cameroon Ecotourism Organisation (Mount-CEO) im Juli 1999.

 ...Ziele der Mount Cameroon Ecotourism Organisation und der Beitrag des DED...

Ziel der Organisation ist es, mittels Ökotourismus einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zur Verbesserung der Einkommenssituation der lokalen Bevölkerung zu leisten.

Wichtigste Zielgruppe sind hierbei zunächst die Jäger, deren Einbindung in das Projekt den Jagddruck auf die noch existierende Fauna vermindern helfen soll. Darüberhinaus werden aber auch andere Gruppen in die Aktivitäten einbezogen: einheimische Handwerker, Künstler, Tanzgruppen und Köchinnen beispielsweise, die ihre Produkte und Dienstleistungen über Mount-CEO vermarkten können.

Seit März 2000 erhält Mount-CEO auf dem Weg in die Eigenständigkeit Unterstützung durch den DED. Das Projekt soll sich mittelfristig finanziell selbst tragen, doch sind die eigenen Einnahmen derzeit nicht ausreichend. Deshalb hat der DED auf Antrag von Mount-CEO in der Initialphase eine DED-Beraterin und die Finanzierung einer einheimischer Fachkraft sowie materielle und finanzielle Hilfe zugesagt.

Im April 2000 konnte das Ökotourismus-Büro in Buea als Anlaufstelle für Touristen eröffnet werden.  Die Aufgaben des Büros, in dem augenblicklich der Büro-Manager, die Assistentin sowie die technische Beraterin arbeiten, sind umfangreich. Auf der Dorfebene müssen die Einwohner für das Konzept des Ökotourismus sensibilisiert und die Gründung von lokalen Ökotourismuskomitees (Village Ecotourism Committees) unterstützt werden. Diese Komitees nehmen dann ihre Aktivitäten eigenverantwortlich in die Hand, z.B. die Pflege von Wanderwegen und touristischen Sehenwürdigkeiten bis hin zur Verwaltung eines eigenen Bankkontos.

Weiterhin kümmert sich das Büro um das Training von Jägern zu Touristenführern. Auf dem Programm stehen ausserdem die Koordnierung von touristischen Aktivitäten mit dem Ziel, die Region besser vermarkten:
Mount-CEO will ein verbessertes Beratungs- und Serviceangebot für Touristen, wie z.B. ein Tourenpaket, offerieren, ein Abfallkonzept entwickeln und umsetzen und nicht zuletzt ein Sensibilisierungsprogramm zur Reduzierung der unkontrollierten Buschfeuer durchführen.

...Angebote und Touren...

Bisher organisiert das Büro vorwiegend Wandertouren auf den Mount Cameroon. Geplant ist, dass auch die Sehenswürdigkeiten der Umgebung wie Strände, Wasserfälle, Seen miteinbezogen werden. Die Bergtouren sind in Abhängigkeit von der gewählten Route unterschiedlich lang. Um beispielsweise die noch rauchenden Krater der 1999er Eruptionen zu besichtigen, müssen zwei Tage mit einer Űbernachtung im Zelt bei Mannspring auf 2440 m Höhe eingeplant werden. Eine Gipfeltour nimmt drei Tage in Anspruch, wenn man nicht den steilen “Guiness-Pfad” wählt, über den das alljährliche und international bekannte Bergrennen führt.

Vier Tage benötigt man, um auf der anderen Seite des Berges Richtung Mundongo oder Kotto wieder abzusteigen und dabei die “Elefanten-Ebene” (elephant opening) auf 1000 m zu besuchen, auf der man mit sehr viel Glück Waldelefanten antreffen kann. Die Touren können kombiniert und entsprechend den Wünschen der Touristen gestaltet werden.

Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt zu Mount-CEO aufzunehmen, insbesondere was Buchungen aus Europa betrifft. So können die notwendigen Vorbereitungen und Planungen getroffen sowie Führer und Träger rechtzeitig organisiert werden. Eine Beschreibung der angebotenen Touren und eine Checkliste zur Reisevorbereitung können auf Anfrage zugeschickt werden.

Die Touristen können sich vor ihrer Wanderung über das Mount-CEO-Büro mit einheimischen Lebensmitteln und Getränken versorgen.

Folgende Kosten (ohne Essen und evtl. erforderlichen Transport) sind einzuplanen:

1 Führer (für bis zu max. 5 Touristen) 6.000 FCFA pro Tag (ca. 20 DM)
1 Träger     4.000 FCFA pro Tag (ca. 13 DM)
Tagesbeitrag zum Entwicklungsfond  3.000 FCFA pro Tag/Tourist (ca. 10 DM)

Bei Bedarf Leihgebühren für Schlafsack, Zelt, Kocher.

Unsere Kontaktadresse:

Mount Cameroon Ecotourism Organisation
c/o GTZ / Mt. Cameroon Project
P.O. Box 60
Buea S.W.P., Kamerun

Tel: (+237) (3-*)32.20.38
Fax: (+237) (3-*)32.28.36

Email: mountceo@iccnet2000.com

* Die zusätzliche 3 muss ab dem 26. Oktober 01 gewählt werden.

Für die Inhalte verantwortet alleine Mount-CEO (Das Netzwerk)
First published 17.10.2001
Update: 17.10.2001